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Mauern mit Natursteinen

Wenn Sie eine Natursteinmauer bauen wollen, haben Sie die Wahl zwischen vielen verschiedenen Materialien. Die Steine unterscheiden sich aber stark in ihrem Aussehen und ihren Eigenschaften. Weichgesteine wie Marmor, Sandstein und Kalkstein zum Beispiel können bei Bedarf in Form gebracht werden. Granit, Quarzit und Basalt dagegen sind Hartgesteine, die nur mit speziellem Werkzeug bearbeitet werden können. Lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten, bevor Sie sich für einen Stein entscheiden!

Mauern im Verbund
Natursteine können in unterschiedlichen Verbänden gemauert werden. Welche Mauerverbandart am besten geeignet ist, hängt vom Grad der Bearbeitung ab. Für Feldsteinmauerwerk verwendet man Steine, die gar nicht oder fast gar nicht bearbeitet sind. Für Quadermauerwerk dagegen eignen sich nur stark bearbeitete Natursteine, die fast genauso regelmäßig sind wie künstlich hergestellte Steine.

Kreuzfugen vermeiden
Mauern werden in Schichten gebaut. In jeder Schicht wird ein Stein neben den anderen gelegt. Durch diese Bauweise entstehen zwei Arten von Fugen: Zwischen den Schichten liegen die sogenannten Lagerfugen. Sie ziehen sich waagerecht durch die ganze Mauer. Bei stark bearbeiteten Steinen sind diese Fugen sehr gerade. Bei wenig bearbeiteten Steinen verlaufen sie unregelmäßiger. In jeder Schicht gibt es aber auch senkrechte Fugen zwischen den Steinen. Diese Fugen nennt man Stoßfugen. Die Stoßfugen sollten von einer Schicht zur nächsten nicht übereinander liegen. Sonst würden sich sogenannte Kreuzfugen bilden. Weil bei Kreuzfugen vier Fugen im rechten Winkel aufeinandertreffen, sind sie nicht sehr stabil.

Ein Stein nach dem Anderen
Das Fundament ist nach 28 Tagen vollständig ausgehärtet. Bebaut werden kann es in der Regel nach 2 Tagen. In der Zwischenzeit können Sie Steine und Werkzeug bereitlegen. Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, ist es endlich soweit: Sie können den Mörtel mischen und anfangen, Ihre Mauer zu bauen!

Die einzelnen Schritte

Schritt 1

Spannen Sie eine Richtschnur, um den geplanten Verlauf der Mauer zu markieren.

Schritt 2

Zum Anmischen des Gartenmauer-Mörtels einen Rührquirl oder Freifallmischer zu Hilfe nehmen. Dann den Mörtel mit einer Maurerkelle auf dem Fundament verteilen.

Schritt 3

Die erste Lage Steine entlang der Richtschnur auf dem Mörtelbett platzieren. Verwenden Sie einen Gummihammer, um die Steine einzuklopfen.

Schritt 4

In der ersten Lage ist es besonders wichtig, nach Maß zu arbeiten. Prüfen Sie die Ausrichtung der Steine mit einer Wasserwaage.

Schritt 5

Eine Mauer kann man auch mit sehr unregelmäßigen Steinen bauen. Für die Stirnseiten sollten Sie aber Steine mit geraden Außenkanten verwenden.

Schritt 6

Prüfen Sie zwischendurch immer wieder, ob die Steine waagerecht liegen.

Schritt 7

Warten Sie, bis der Mörtel ausgehärtet ist. Verfugen Sie die Mauer dann mit Hilfe einer Fugenkelle.

Tipps vom Profi

  • Steht die Mauer direkt am Rand des Grundstücks? Sprechen Sie am besten vorher mit Ihrem Nachbarn darüber und achten Sie unbedingt auf die Grenzlinie!
  • Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach behördlichen Vorschriften. Oft gibt es Regeln, wie hoch und aus welchem Material eine Mauer sein darf.
  • Bei freistehenden Mauern können zwei Mauerreihen gesetzt werden, so dass beide Seiten eine schöne Oberfläche haben. Wenn die Mauer ein Blumenbeet oder eine Terrasse einfasst, reicht auch eine Mauerreihe.
  • Gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Untergrund/Erdreich hilft eine Horizontalsperre (z. B. Dichtschlämme). Diese ist auch bei drückendem Wasser als rückseitige Abdichtung der Natursteinmauer sinnvoll.

Denken Sie auch praktisch
Natursteine aus der Region fügen sich oft besonders harmonisch in den Garten ein. Da sie nicht so weit transportiert werden müssen, sind sie in der Regel preiswerter und umweltfreundlicher. Denken Sie bei der Auswahl der Steine aber auch daran, dass die verschiedenen Materialien unterschiedlich altern und gegebenenfalls gereinigt werden müssen. Grobkörnige Sandsteine zum Beispiel haben eine relativ raue Oberfläche, die leicht von Algen und Moosen besiedelt werden kann. Für schattige und dauerhaft feuchte Bereiche sollten Sie deshalb andere Materialien bevorzugen.

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