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Dächer abdichten mit Bitumen

Die meisten Häuser haben neben dem großen Hausdach noch mindestens ein kleines Dach: einen Erker oder einen Anbau, ein Gartenhäuschen oder eine Hundehütte oder zumindest einen Carport oder eine Garage. Diese Dachflächen lassen sich mit Bitumenbahnen einfach, schnell und preiswert abdichten. Sie müssen allerdings in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gegebenenfalls ausgebessert werden.

Kalt kleben kann jeder
Alle Bitumenbahnen bestehen aus einem Trägergewebe, das in Bitumen getränkt wurde. Einige dieser Materialien sollten allerdings nur von Profis verarbeitet werden. Das gilt zum Beispiel für die Bitumen Schweißbahnen, die mit einer Gasflamme erhitzt und dann heiß verklebt werden. Man braucht viel Erfahrung und entsprechendes Werkzeug, um sie sicher handhaben zu können.

Sehr leicht zu verarbeiten sind dagegen Dachdichtungsbahnen, die mit einer Bitumen-Kaltklebemasse aufgeklebt werden. Diese Bitumenbahnen sind auf der Unterseite mit einer zusätzlichen Schicht aus Sand versehen. Die Oberseite ist in der Regel ebenfalls mit Sand oder mit Schiefer beschichtet, der als Lichtschutz dient. Lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten, welches Material für Ihr Dach optimal ist!

Einfach abperlen lassen
Regenwasser läuft von oben nach unten ab. Bei schrägen Dächern mit mehrlagigem Dachaufbau sollten Sie die Bitumenbahnen deshalb wie Dachziegel verlegen: Die oberen Bahnen sollten die unteren um ca. 10 cm überdecken. Am unteren Rand des Dachs sollte die Bahn ca. 2 cm überstehen. Beginnen Sie also unten und arbeiten Sie sich dann hoch bis zum Dachfirst. Außerdem sollten die einzelnen Lagen der Bahnen immer im Quernahtversatz verlegt werden.

Sie können die Bitumenbahnen auf dem Boden zuschneiden und anschließend wieder einrollen. Dann lassen sie sich leichter auf das Dach transportieren und verlegen.

Das sollten Sie beachten
Bitumen ist schwarz und äußerst klebrig. Deshalb sollten Sie bei der Arbeit mit diesem Material unbedingt auf angemessene Kleidung achten. Tragen Sie ein langärmliges Oberteil, Handschuhe und am besten einen Mundschutz. Darüber hinaus sollten Sie für Arbeiten auf dem Dach grundsätzlich Sicherheitsschuhe mit einem guten Profil anziehen und sich gegebenenfalls anseilen.

Achten Sie bei der Verarbeitung darauf, dass das Bitumen nicht durch Risse und Löcher in den darunterliegenden Raum tropft und dass Randbereiche der Fläche abgedeckt sind.

Die einzelnen Schritte

Schritt 1

Entfernen Sie grobe Verunreinigungen und lose Teile des Untergrunds mit einem Besen.

Schritt 2

Bearbeiten Sie zunächst die Fläche, die von der ersten Bitumenbahn bedeckt werden soll. Tragen Sie die Bitumen-Kaltklebemasse großzügig auf. Lassen Sie die Masse 15 bis 30 Minuten einwirken.

Schritt 3

Rollen Sie die erste Bitumenbahn aus.

Schritt 4

Tragen Sie dann die Bitumen-Kaltklebemasse für die zweite Bahn auf. Bedecken Sie auch den Rand der ersten Bahn auf einer Breite von ca. 10 cm für eine ausreichende Überdeckung.

Schritt 5

Dichten Sie Anschlüsse und Durchbrüche mit Dach- und Fugendicht ab. Mit der Kartuschenpistole kann das Material exakt in die vorgesehenen Fugen eingebracht werden.

Tipps vom Profi

  • Es lohnt sich, genau zu planen, wie die Bitumenbahnen auf dem Dach verlegt werden sollen. Unter Umständen können Sie dadurch sehr viel Verschnitt einsparen!
  • Benutzen Sie zum Schneiden der Bitumenbahnen ein Teppichmesser mit einer Hakenklinge. Dank der speziellen Form rutscht die Klinge auf dem Gewebe der Bitumenbahn nicht so leicht ab.
  • Am Dachrand sind Bitumenbahnen Wind und Niederschlägen besonders stark ausgesetzt. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Ränder mit Dachrandabdeckungen aus Aluminium zu befestigen.
  • Achten Sie darauf, dass das Bitumen nur im Außenbereich verwendet wird.
  • An Steildächern und Dächern ohne Randeinfassung muss mit geringen Auftragsmengen gearbeitet werden.

 

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